Nach reichlichen Regentagen konnte die diesjährige CDU-Radtour durch die Ortsteile am 24. Mai bei strahlendem Sonnenschein starten. Gemeinsam mit dem Bürgermeister Christoph Gerwers und einigen interessierten Bürgern brachen 13 Radler zu der Info-Tour auf. Dabei ging es bei der Tour nicht nur um Informationen und Besichtigungen von Betrieben, sondern es wurden auch Mängelpunkte, Wünsche und Anliegen dem Bürgermeister vorgetragen und auch teilweise direkt vor Ort besichtigt. So kam man auch direkt nach dem Start vom Marktplatz Mehr zu dem abbruchreifen Gebäude an der Heresbachstraße (Dorfmitte). Das Gebäude kann nur noch als Ruine bezeichnet werden und bewirkt durch Baufälligkeit ein Gefahrenpotential – auch besteht Gesundheitsgefährdung durch Ratten. Hier sprach der CDU Ortsverbandsvorsitzende Lothar Krassa den Bürgermeister an, die rechtliche Situation zu klären, nachdem nun seit Anfang des Jahres neue gesetzliche Möglichkeiten bestehen. Weiter ging es in Mehr zu einer Stichstraße der Mehrbruchstraße. Es wurde über den Ausbau des Weges gesprochen und wer dafür zuständig ist. Der Bürgermeister versprach Klärung. Über die Galaystraße führte der Weg nach Haffen, wobei noch einmal das Gefahrenpotential für Radfahrer beim Befahren der Deichstraße, wie bereit vorher auch auf der Galaystraße, deutlich wurde. In Haffen besichtigte die Gruppe den Fahrrad-Abstellplatz am Parkweg. Dieser Platz wird von den Schulkindern zum Abstellen ihrer Fahrräder genutzt, bevor es mit dem Bus weitergeht. In der dunkleren Jahreszeit fehlt hier eine ausreichende Beleuchtung. Auch hier werden von der Stadt Möglichkeiten zur Ausleuchtung untersucht. Allgemein wurden im Zusammenhang mit den Radwegen Verbesserungen und Wünsche vorgetragen. So sollte der jetzt durch Untiefen und Wasserlachen schlecht befahrbare Radweg in Verlängerung der Bonekampstraße ausgebessert werden. Weiterhin wird eine Verbesserung der Radwegführung durch entsprechende Fahrbahnmarkierung im Bereich der Einmündung der „Alten Poststraße“ in die Heresbachstraße zur Gefahrenminderung gewünscht. Auch sollte in Haffen und Mehr die Ausschilderung und Beschilderung geprüft und besser für unsere Radtouristen angebracht werden. Vom Fahrradabstellplatz aus überquerte man die Deichstraße und besuchte den Regenbogenkindergarten. Die Geschäftsführerin des Regenbogenkindergarten Rees-Haldern e.V., Birgit Fischer, erwartete die Radfahrer und führte durch die nett umgestalteten und mit der passenden Einrichtung ausgestatteten Räume. Sie erklärte auch welche Voraussetzungen und Auflagen für den Kindergartenbetrieb mit 16 Ü3 und 4 U3-Plätzen notwendig sind. Nach dem Kindergartenbesuch führte der Weg zur Deichbaustelle im Bereich des Beendscher Weges. Wilhelm Jansen vom Deichverband beschrieb die Deichführung und seinen Verlauf mit den beabsichtigten Zielen des Deichverbandes. Auch erklärte er den Aus- und Aufbau der Deiche.
Die Weiterfahrt ging durch die Felder- und Auenlandschaft zum Reiterhof Scholl. Hier erwartete die Besucher neben Kaffee und Kuchen vom Gastgeber Andreas und Simone Scholl eine Führung durch die Stallungen und Hallen. Auf dem Reiterhof sind Pferde ganzjährig bei voller Verpflegung untergebracht. Ebenso stehen hier kurzfristig Pferde, die auf dem Hof eine Ausbildung erhalten. Aber auch spezielle Veranstaltungen und Kurse wie z.B. „Steckenpferd“ und „Horse-Men-Ship“ mit einem tollen Programmangebot und vielen Gästen werden durchgeführt – und wenn jemand übernachten möchte, für den stehen 4 Ferienwohnungen bereit. Wie bereits durch seine Ausstellungen bekannt, betätigt sich AndreasScholl auch als Künstler. Seine Bilder sind auf dem Hof ausgestellt. Von Scholl aus wurde der Sandenhof angefahren.Robert Baumann empfing die Radler und informierte bei Besichtigung der Stallungen, Lagerhallen, Boxenlaufställe und Melkstall über die betriebliche Entwicklung. Er informierte über Viehbestand, Milchquoten und der speziellen Fütterung. Viel Interessantes und Neues erfuhren die Gäste von der Bewirtschaftung eines Hofes und bei einigen bleibt besonders in Erinnerung, dass eine Kuh, die ca.10.000 Liter im Jahr gibt, auch ca.20 m³ „Kuhfladen“ erzeugt. Zum Abschluss führte Robert Baumanna lle auf den „Spieker“, wo bei einem Imbiss die Radtour in gemütlicher Atmosphäre ausklang.